Klosterkammer macht unsere Gärten platt

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Wir haben 2007 ein Haus im Rosenweg in Verden gekauft. Das Grundstück gehört der Klosterkammer Hannover, somit zahlen wir jährlich eine Erbpacht für das Grundstück, dafür war das Haus recht günstig. Das Grundstück ist grundbuchlich geteilt in eine vordere Hälfte, auf der das Haus steht (550 qm) und eine hintere Hälfte (Garten) = 280 qm. Die jährliche Erbpacht für den Garten ist sehr günstig, weil dieser Vertrag jederzeit von der Klosterkammer einseitig gekündigt werden kann. Dann kann ein Zaun gezogen und diese Fläche als neues Grundstück vermarktet werden. Uns wurde immer gesagt, dass keine Maßnahmen geplant seien und dass die Teilung nur erfolgte, damit die damals alten Bewohner, sich den Pachtzins nach Auslaufen des Vertrages weiter leisten können. Die gleiche Situation findet sich bei unseren 4 Nachbarn. Wenn bei allen der Garten „abgeschnitten“ wird, ergibt sich ein neues Grundstück von 1.700 qm.

Nun ist die Klosterkammer Hannover mit den geringen Einkünften für die Erbpacht der 4 Gärten nicht mehr zufrieden und will die Gärten aller 4 Anwohner abtrennen, einzäunen, plattmachen und dort zwei neue Grundstücke entstehen lassen, die dann neu bebaut werden sollen. Um die hinten liegende Fläche zu erreichen, soll zwischen zwei Häusern eine Zufahrt von der Straße gebaut werden.

Bild von den Gärten, markiertes Quadrat zeigt den Teil, der plattgemacht werden soll.

In dem Bild soll alles im roten Quadrat eingezäunt werden. Mittendrin sollen zwei Häuser oder ein Doppelhaus gebaut werden. Dazu müssen natürlich der Baumbestand und die Hecken abgeholzt werden. Die grünen Bäume in der Mitte oben und rechts im Bild stehen innerhalb des Quadrates und würden ebenfalls fallen. Die Hecken bilden mit den Büschen und den kleineren Bäumen dahinter ein wirkliches Biotop. Links vom Bild geht es noch ca. 8 m weiter. Insgesamt beträgt die Fläche im roten Quadrat 1.700 qm. Unser Apfelbaum (neben der Bank) steht genau auf der Grenze, ich weiß nicht, was mit dem passieren soll, weil er genau auf der Grenze steht.

In diesem Blog möchte ich Erfahrungen von anderen sammeln, wie wir mit der Situation umgehen sollen.

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17 Kommentare

    • Anonymous

      Gibt es zu diesem Thema schon neue Erkenntnisse? So wie es aussieht passiert nicht viel. Vielleicht können die Bewohner ihren Garten ja doch behalten.

      • Hartmut Wiesner

        Die Zufahrt nach hinten wurde bereits planiert und eingezäunt, in zwei der vier Gärten wurden bereits von der Klosterkammer Zäune gesetzt. Der Bau von weiteren Zäunen ist in Planung. Wahrscheinlich liegen die Gärten nun einige Jahre brach, weil es schwer sein wird, für den hohen Erbpachtvertrag, der gefordert wird, jemanden zu finden, der hier bauen will. Vermutlich will die Klosterkammer dann die Grundstücke als Bauland verkaufen, was eigentlich gegen den die Grundprinzipien der Klosterkammer verstößt, aber wie immer werden die wahrscheinlich einen Weg finden, Ihren Willen durchzusetzen und bekommen was sie wollen. Traurig.

    • A. Gillandt

      Hallo Herr Wiesner,
      auch mein Elternhaus steht auf einem Verdener Erbpachtgrundstück. Die Diskussion der Teilung der Grundstücke in einen vorderen und hinteren Teil haben meine Eltern vor Jahren abwenden können.
      Sie erleben das am Rosenweg ja gerade mit allen Auswirkungen.
      Ich zahle jährlich eine stolze Summe, habe aber HEUTE ein Immobilienangebot gesehen zu einer Zwangsversteigerung eines Hauses an der Bürgermeister-Urban-Straße. Sie kennen vielleicht den kleinen rot-gepflasterten Weg, der zur Eitzer Straße durchgeht. Daran liegt ein kleiner Platz mit ein paar Häusern. Eines davon ist es. Dort wird angegegeben, dass für das Haus eine jährliche Erbpacht von rund 850 Euro zu zahlen sei. Das wäre für die Lage ausgesprochen wenig. Wenn das stimmt, würde mich interessieren, wie solche Unterschiede zusammenkommen.

      Wissen Sie etwas über ähnliche niedrige Pachthöhen im Raum Burgberg/Eitzer Straße?
      Über Infos würde ich mich freuen!

      Mit freundlichem Gruß

      A. Gillandt

  1. Wiesner

    Nachdem sich die Klosterkammer in den letzten Monaten ruhig verhalten hat, fangen die jetzt wieder an!
    Mir ist noch ein Foto im Exposé des Maklers aufgefallen:
    http://home.immobilienscout24.de/972740/expose/58592252/pictures
    Sieht schön grün aus, das Foto – leider muss ALLES, was dort grün ist, für ein Bauvorhaben abgeholzt werden!

  2. Kleiner Tippfehler. Die richtige Bezeichnung unserer Homepage ist:

    http://www.ig-erbbau-wob.npage.de

    MfG

  3. Hallo,

    mittlerweile gibt es in Niedersachsen viele Interessengemeinschaften von Erbbauberechtigten, die sich unter anderem gegen die Willkür und Profitmaximierung der Klosterkammer Hannover zur Wehr setzen.

    Einen Überblick finden Sie auch hier:

    http://www.-ig-erbbau-wob.npage.de

    Mein Ratschlag an Sie: Schleißen Sie sich zusammen, gründen Sie eine eigene IG und schließen sich den vielen anderen bestehenden IG’s an.

    Mit freundlichen Grüßen

    Oliver Neuber, Sprecher IG Wolfsburg

  4. Philipp B.

    Da ich im Immobilienvertrieb beschäftigt bin, kenne ich den Markt. Ich sehe kaum Chancen, dort jemals jemanden zu finden, der bereit ist, in der zweiten Reihe zu bauen und die verärgerten Nachbarn neben sich zu haben, denen die Gärten weggenommen wurden. Außerdem ist der Preis von fast 5.000 € jährlich für die Erbpacht viel zu hoch, es gibt in Verden genügend Alternativen.

  5. Ido M.

    auf der straße können die kinder schon mal nicht spielen, gegenüber ist die ausfahrt vom krankenhaus wo jeden tag 20 mal der krankenwagen mit blaulicht rausgefahren kommt, bei uns vor dem haus vorbei. viel zu gefährlich wenn die kinder auf d. straße spielen müssen.

  6. Leila M.

    Wir wohnen auch im rosenweg, unsere kinder sind oft bei den nachbarn im garten zum Spielen. Es gibt ja auch keine öffentlichen spielplätze in der nähe. Wo sollen die kinder dann hin, wenn die gärten wegkommen? Das ist echt gemein was die da vorhaben. hoffentlich könnt ihr was dagegen tun!!!

  7. JT

    Ist ja wirklich eine unschöne Nummer, wie sich die Klosterkammer Hannover da verhält … Hauptsache: Profitmaximierung.

    Ich drücke die Daumen, dass die Klosterkammer aufgrund des hoffentlich entstehenden öffentlichen Drucks einlenkt oder man sich sinnvoll einigen kann und ihr eure Gärten behalten könnt!

  8. Obwohl wichtige Details wie Entschädigungen und Eingriffe auf private Grundstücke noch nicht geklärt sind, wird das Baugrundstück bereits angepriesen:

    http://home.immobilienscout24.de/972740/expose/58592252

    4.953 € jährliche Erbpacht für 762 qm Grundstück – wer ist denn bereit, das auszugeben? Hinzu kommen die Steigerungen alle 3 bis 5 Jahre.
    Für diesen Betrag kann man bei den aktuell günstigen Zinsen einen Kredit über 100.000 € in 30 Jahren abbezahlen, und das für einen festen Betrag während der Zinsbindung von z.B. 15 Jahren. Wenn man also ein Grundstück mit 762 qm zu einem Preis von 130 € / qm kauft, kostet das 100.000 €, man zahlt jährlich 4.953 € an die Bank und nach 30 Jahren ist das Grundstück abbezahlt und es gehört von Anfang an mir.
    Welcher normale Mensch würde dann mit all den Nachteilen das gleiche Geld für ein Erbbaugrundstück ausgeben…?

  9. Thorsten Finner

    Ein sehr interessanter Blog zu einem sehr umstrittigen Thema. Ich kann die Betroffen verstehen!!!

  10. Hier noch ein interessanter Bericht:
    http://www.weser-kurier.de/Artikel/Region/Landkreis-Verden/152337/Erbpacht%3A-Im-Clinch-mit-der-Klosterkammer.html

    Offenbar zieht die Klosterkammer Hannover ihre Linie knallhart durch, ohne Rücksicht auf die Eigenheimbesitzer. Interessant ist auch die Anzahl der Bürgerinitiativen, die sich gegen die Klosterkammer einsetzen.

  11. M. Schulz

    Ich kenne die Gärten, wäre wirklich schlimm, wenn das alles plattgemacht wird. Da sind doch jede Menge Bäume. Soll das alles weg? Da muss man doch was dagegen tun können?

  12. JR

    Von einer kirchlichen Einrichtung sollte man etwas mehr Rücksichtnahme erwarten… Gehört der Klosterkammer nicht der gesamte Bereich um den Rosenweg/Burgberg?

    • Anmerkung: Die Klosterkammer hört sich zwar kirchlich an, ist aber rein rechtlich eine Behörde, genauer: „Sonderbehörde im Geschäftsbereich des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur“.
      Und: JA, ein Großteil der Grundstücke hinter dem Krankenhaus bis zur Aller werden von der Klosterkammer als Erbpacht verwaltet.

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